
Decision Debt
Wenn Entscheidungen getroffen, aber nie wieder besucht werden, verschwindet der Preis nicht. Er akkumuliert—leise—und das System zahlt Zinsen.
Technische Schulden sind ein bekanntes Konzept.
Man geht schneller. Man akzeptiert Abkürzungen. Man zahlt später.
Doch Teams häufen eine andere Art von Schulden an.
Sie leben nicht im Code.
Sie leben in Entscheidungen.
Decision Debt ist die akkumulierte Kostenlast von Entscheidungen, die nie wieder besucht, geklärt oder geschlossen wurden.
Schulden ohne Hauptbuch
Die meisten Organisationen haben kein Hauptbuch für Entscheidungen.
Sie haben Outcomes. Dashboards. Tickets.
Aber kein dauerhaftes Gedächtnis für:
- was entschieden wurde
- was sich ändern sollte
- welche Annahmen akzeptiert wurden
- welche Signale die Entscheidung bestätigen würden
So werden Entscheidungen nicht abgebaut.
Sie verschwinden im System.
Und ihre Kosten laufen weiter.
Zinsen
Schulden sind gefährlich, weil sie Zinsen verlangen.
Decision Debt zeigt sich als wiederkehrende Debatten, doppelte Arbeit, fragile Prozesse und permanente Workarounds.
Abbau
Abbau bedeutet nicht mehr Dokumentation.
Abbau bedeutet: Entscheidungen als Entitäten behandeln—mit Erwartungen, Signalen, Revisit und einem klaren Abschluss.
Fazit
Decision Debt ist kein moralisches Versagen.
Es ist das Ergebnis davon, Entscheidungen als Momente zu behandeln.
Wer lernen will, muss Entscheidungen über Zeit beobachtbar machen.
Afterchange Team
Wir helfen Teams, Entscheidungen zu verfolgen und Auswirkungen zu messen.